Anreise nach Schweden- nicht Pessimismus sondern Realismus!
Am 22. Juli machte ich mich auf den Weg nach Falun (Schweden, Region Dalarna). Benny war so lieb und brachte mich zum Busbahnhof in Berlin. Es folgte ein Abschied mit sehr gemischten Gefuehlen und vielen Tränen. Aber ich hatte keine Wahl, der Bus fuhr puenktlich um 15.15 Uhr ab in Richtung Kopenhagen. Alles lief gut: wir erreichten puenktlich die Fähre von Warnemuende nach Dänemark (Juhu, Dutyfree- Zigaretten und lecker Lakritz!). Am Fähranleger in Dänemark ging dann alles schief. Irgendein Depp hat sich seine Tasche aus dem Bus klauen lassen und der sehr kompetente Busfahrer war der Meinung, dass es in Ordnung wäre, wenn alle anderen im Bus warten, bis der Typ seine Probleme geklärt hat. Nach einer halbstuendigen Diskussion mit zwei angetrunkenen und des Diebstahls verdächtigten Russen fuhren wir dann ab nach Kopenhagen. Ich verpasste meinen Anschlussbus nach Stockholm. Der dänische Busfahrer setzte alle, die in Richtung Schweden mussten, irgendwo am Kopenhagener Flughafen aus und schickte uns in den Linienbus nach Oslo. Es war ca. 23.30 Uhr und ich war total fertig mit den Nerven. Gott sei Dank traf ich eine sehr nette Deutsche im Bus Richtung Oslo (ueber Schweden), die mir sogleich ein paar Schlucke aus ihrer Aquavit-Flasche anbot. Ein wenig beruhigt, schlief ich ein, zwei Stuendchen bis ich in Göteborg aussteigen musste- Uhrzeit: ca. 1.30Uhr. Da stand ich nun: Nachts, Dauerregen, allein, zwei Koffer und ein Rucksack und der schwedische Busfahrer frug “Are you ok, so then I will go on”….haha, was sollte ich dazu sagen. Ich wartete also bis um vier Uhr draussen im Regen und habe ueberlegt, ob ich einen Bus Richtung Deutschland oder Schweden nehmen sollte. Ich entschied mich, nachdem ich von 4.00 bis um 5.00 Uhr in der Wartehalle des Busbahnhofes in Göteborg schlafen konnte, fuer den Bus um 6.15 nach Stockholm. Dort bin ich um 13.00 Uhr angekommen und konnte OH WUNDER ohne weitere Komplikationen nach Falun reisen. Dort kam ich ca. um halb fuenf an und wurde sogleich nett von drei deutschen Studenten empfangen. Wir wurden dann alle vom Pick-Up Service der Universität zu unseren Zimmern im Studentenwohnheim gebracht.
Fazit zur Anreise: Es war grausam, aber ich hab´s ueberlebt. Was nicht tötet, härtet ab!
Am 26. July 2007 um 21:20 Uhr
Da wird man gleich zum Aquavit genötigt. Das kann doch immer mal passieren!
Liegt bestimt nicht an der skandinavischen Infrastruktur!